Das Leben in unseren Häusern

Haus Buche: Advent, Advent ein Lichtlein brennt

Mit riesigen Schritten geht es auf die Advents- und Weihnachtszeit zu. Die Ankündigungen für den diesjährigen Bethanien Weihnachtsmarkt am 3. und 4. Dezember sind bereits ausgehängt, und auch auf die gemütlichen Weihnachtsfeiern für die Bewohner*innen freuen sich schon alle im Haus Buche. Natürlich soll auch die Stimmung vorweihnachtlich gemütlich sein.
Hierzu möchte jedermann gern beitragen, und so ist viel los in der Vorweihnachtszeit. Das Betreuungsteam hat sich eine Menge Weihnachtsangebote ausgedacht, und jeder der möchte packt tatkräftig mit an. Es werden Plätzchen gebacken, Sterne gebastelt und Adventskränze gesteckt.
Natürlich alles gemeinsam mit den Bewohner*innen und einer riesigen Menge Spaß. Wer hier in gemütlicher Runde zusammen sitzt, sich an vergangene Weihnachtsfeste erinnert, miteinander erzählt und singt und sich an den Weihnachtsvorbereitungen beteiligt, vergisst das nasse und kalte Wetter draußen.

Drinnen in Haus Buche ist die Weihnachtsstimmung bereits eingezogen. Der 1. Advent kann kommen, die ersten Kerzen können brennen, denn wir sind gut vorbereitet.

Haus Ahorn: Dem bergischen Amazonas ganz nah

Et es November. Lur ens, wat hie passiert es, in Haus Ahorn!
Ab und an gibt es in Haus Ahorn unterschiedliche Themenwochen. Was liegt hier in Solingen näher, als „Bergische Wochen“ in Angriff zu nehmen.
So starteten wir mit einem Ausflug zur Müngstener Brücke, konnten bei gutem Wetter den sogenannten bergischen Amazonas (die Wupper) bewundern und sogar mit einigen Bewohner*innen von der Solinger Seite auf die Remscheider Seite mit der Schwebefähre übersetzten. Im Haus Müngsten kehrten wir dann ein, um uns auszuruhen und zu stärken.
Hintergrundwissen bekamen wir dann bei einem gemütlichen Filmnachmittag bei dem Film von dem renommierten Tier- und Naturfilmer Sigurd Tesche über die Wupper, dessen Tiere und Pflanzen.

Viele Erinnerungen wurden im Waschhaus Weegerhof geweckt. Es wurde uns gezeigt, wie in vergangenen Zeiten Wäsche gewaschen, getrocknet und gebügelt wurde. Um diese Arbeitsschritte zu bewältigen, wurde fast eine ganze Woche benötigt. Das Waschhaus war in der Spar-und Bauverein Siedlung Weegerhof ein beliebter Treffpunkt zum Austausch. Noch heute besteht die Möglichkeit, dort Wäsche zu waschen- allerdings in modernen Maschinen.

Wieder der Wupper ganz nahe, kamen wir bei dem Ausflug nach Rüden. Der Legende nach war Robert von Berg, ein Jungherzog aus dem Herzogtum Berg, zur Weihnachtszeit 1424 auf der Jagd nach einem Hirsch. Im unwegigen Schnee stürzte der Reiter an einem Abgrund im Bereich Wupperhof von seinem Pferd und verletzte sich. Sein Begleiter, der Rüde, eilte der Jagdgesellschaft nach, die sich schon auf dem Rückweg nach Schloss Burg befand. Diese folgte dem aufgeregten Bellen des herrenlosen Hundes, so dass der junge Herzog gerettet werden konnte. Darauf hin, ließ der Herzog seinem Hund ein Denkmal errichten, das bis heute noch gut erhalten ist.

Abschluss der Bergischen Woche, war die Bergische Kaffeetafel, die im großen Speisesaal des Hauses stattfand. Hier gab es viele klassische, bergische Leckereien. Besonders begehrt waren die selbst gemachten Waffeln mit Milchreis und Kirschen. Frischer Semmel, mit oder ohne Mandeln oder Rosinen, Schwarzbrot und mehr. Neben verschiedenen süßen Brotaufstrichen wie Honig und Zuckerrübensirup wurden auch Wurst und Käsespezialitäten angeboten. Dazu wurde Butter, Zucker und Zimt gereicht.

Mit großen Vergnügen wurde das Bergische Heimatlied eingestimmt und selbst die nicht „Einheimischen“ fühlten sich dem Bergischen Land, Solingen, in diesem Moment, verbunden.

Miriam Winkler, Fachkraft Soziale Betreuung Haus Ahorn

Haus Magnolie: Brunch für Angehörige

Am Samstag, den 5. November fand im Haus Magnolie der jährlich Brunch für Angehörige statt, dieses Mal zum Thema: Patientenverfügung, sowie Vorsorgevollmacht und Generalvollmacht.
Während eines ausgiebigen Brunchs, bestand erst einmal die Gelegenheit andere Angehörige kennenzulernen und sich auszutauschen.

Eine Referentin des Palliativen Hospiz Solingen e.V. PHoS war für das Thema eingeladen. Diese stellte in entspannter Atmosphäre anhand eines Beispiels eine Patientenverfügung vor, ging auf Fragen ein.
Eine Patientenverfügung ist eine schriftliche Vorausverfügung einer Person für den Fall, dass sie ihren Willen nicht mehr (wirksam) erklären kann. Sie bezieht sich auf medizinische Maßnahmen wie ärztliche Heileingriffe und steht meist im Zusammenhang mit der Verweigerung lebensverlängernder Maßnahmen. (Wikipedia)

Eine Patientenverfügung (Vordruck) hatte die Referentin von PHoS für jeden Anwesenden mitgebracht. Aufgrund des regen Austausches unter den Angehörigen, wurde dies zum Schwerpunkt des Referates gemacht.
Was kann ich in einer Patientenverfügung alles festlegen? Werden meine schriftlich geäußerten Wünsche berücksichtigt? Muss sich der Arzt/ die Ärztin daran halten? Dies waren nur ein paar, der vielen wichtigen Fragen, die die Anwesenden beschäftigten.
Es erscheint sehr sinnvoll, sich im Vorfeld Gedanken zu machen, damit im eintretenden Bedarfsfall u.a. der Entscheidungsdruck ein Stück weit von den Angehörigen genommen wird.

Alle Anwesenden waren sich einig, dass hierdurch in der ohnehin schweren Zeit, allen Beteiligten eine große Last von den Schultern genommen wird.
In der Vorsorgevollmacht wird schriftlich festgelegt, dass eine andere Person im Falle der Entscheidungsunfähigkeit bevollmächtigt wird. Hier kann u.a. festgelegt werden, dass behandelnde Ärzte Auskünfte über den Allgemeinzustand geben dürfen, dies ist z.B. auch beim Ehepartner notwendig.
Die Generalvollmacht ist sofort gültig, ohne dass dafür ein bestimmtes Ereignis vorliegen muss wie z. B. die Entscheidungsunfähigkeit.

Am Ende des Vormittags konnten sich alle Anwesenden nur noch herzlich bei der Dozentin für die Anregungen bedanken! Wenn auch Sie sich intensiver mit dieser Thematik beschäftigen möchten, gibt es neben PHoS, Gotenstr.1 in 42653 Solingen öffentliche Einrichtungen, die Ihnen weiterhelfen können:
Stadt Solingen: www.stadt.solingen.de
und
Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz: www.bmjv.de

Haus Eiche: Laternen und Weckmänner

Anlässlich von Sankt Martin bastelten Uta und ich mit den Bewohner*innen der Wohngruppe Abendsonne bunte Laternen. Dafür beklebten wir gemeinsam Luftballons mit Transparentpapier, erst quadratische Stücke aus bunten Farben und zur Verzierung bunte Sterne. Der Kleister an den Händen klebte mehr als nur die Papiere an den Luftballon und es wurde viel gelacht. Einige Tage später konnten wir die Luftballons aus den Laternen lösen. Die ungleichen Ränder wurden abgeschnitten und zwei kleine Löcher in den Rand gebohrt, damit die Laternen mit Draht aufgehängt werden konnten.
Während Uta mit einigen Bewohner*innen den Wohnraum mit unseren Laternen dekorierte, backten eine andere Bewohnerin und ich kleine Weckmänner aus Quark-Öl-Teig. Die Rosinen, die wir als Augen auf die kleinen Männchen legten, wirkten viel zu groß auf den kleinen Köpfen, aber das hat uns nicht gestört! Während sie im Ofen herrlich braun gebacken wurden, kamen immer wieder Kollegen*innen und Bewohner*innen in die Küche und schnupperten den süßen Duft. Anschließend wurden unsere Weckmänner mit süßem Zuckerguss bestrichen.

Als der Wohnraum dekoriert und die Weckmänner abgekühlt waren, setzten wir uns gemeinsam an den großen Tisch im Wohnraum und probierten die süßen Teigmännchen. Sie waren köstlich! Zwischendurch sangen wir Martinslieder, wie „Ich geh mit meiner Laterne“ und „Sankt Martin“. Viele Strophen konnten wir auswendig, an die anderen haben wir uns mit Liedertexten erinnert.

Abschließend erzählte Uta uns die Geschichte des heiligen Martin, der, nachdem er seinen Mantel mit einem armen Bettler teilte, fortan nur noch für die Kirche arbeiten wollte. Und deswegen feiern wir auch heute noch das Fest des Sankt Martin.

Rebekka Meier und Uta Hartmann (Mitarbeiterinnen der Sozialen Betreuung)

Haus Buche: Tierischer Besuch

Am Morgen des 18.10. steht der Aufzug in Haus Buche nicht mehr still. Viele Bewohner*innen fahren ins Erdgeschoss, um dann in Begleitung hinaus zugehen.
Der Grund steht grasend auf der Wiese neben dem Park Cafe. Es ist ein Alpaka und heißt „Sky“.

In der Sonne sitzend kann jeder der möchte einmal ertasten wie sich das dichte Fell des Alpakas, welches äußerlich einem Lama ähnelt, anfühlt. Einige, mit Tieren sehr vertraute Bewohner*innen, sind mutig und füttern Sky mit Möhren oder mit Blättern. Er scheint die Wiese vor dem Seniorenheim als seine „erobert“ zu haben, denn am liebsten würde er sich dort hinlegen und es sich gemütlich machen. Wie die Bewohner*innen aus Haus Buche, die die Sonnenstrahlen an diesem sonnigen Herbsttag genießen und den Alpaka aus nächster Nähe beobachten. Wie es sich in dieser für ihn neuen Situation verhält? Sehr aufmerksam wirkt es, wenn es den Kopf und den langen Hals hebt und sich umschaut und die Senioren begrüßt.

Die Mittagszeit naht und „Sky“ scheint wieder zurück zu seiner Herde, nachhause nach Hohenscheidt, zu wollen. Und auch die Senior*innen des Hauses werden zurück auf ihre Wohnbereiche begleitet. Denn schon bald steht das Mittagessen auf dem Tisch. Und während des Essens gibt es heute bestimmt eine Menge zu erzählen.

Jenifer Schorn

Tagespflege Bethanien in Solingen: Eine Festwoche zum 5. Geburtstag

Das Diakonische Werk Bethanien besteht seit über 120 Jahren, aber unsere Tagespflege gibt es erst (oder auch schon) seit 5 Jahren. Diesen Geburtstag haben wir zum Anlass genommen, eine Festwoche zu gestalten.
Eine ganze Woche, damit auch alle unsere Gäste ausgiebig mitfeiern konnten, denn manche besuchen uns wöchentlich nur an einem Tag, andere dagegen an mehreren.

Nun, wie landläufig bekannt ist: „Wer feiern will, muß vorbereiten!“ Das haben wir mit vereinten Kräften und viel Freude getan. Es gab diverse leckere Kuchen und als Besonderheit frische Obstbowlen … und die schmecken auch alkohofrei!

Fazit: So eine Festwoche ist etwas sehr Feines und vielleicht feiern wir den TP-Geburtstag jetzt auch jährlich!

Ricarda Hanke

Haus Magnolie: Aktionswoche „Bauernhof“

Am 26.09. fiel bei uns im Haus Magnolie der Startschuss für unsere Aktionswoche zum Thema: Bauernhof. Die Flure und Aufenthaltsbereiche von Haus Magnolie wurden im Vorfeld liebevoll dekoriert, so dass viel Vorfreude und Spannung bei den Bewohner*innen entstand. Die Woche startete mit einem gemeinsamen, deftigen Bauernfrühstück bestehend aus Bratkartoffeln und Rührei. Die Kochdüfte lockten erstaunlich schnell alle Bewohner*innen in den Speisesaal.

An jedem Tag gab es sowohl vormittags als auch nachmittags Angebote zum Thema. Durch „Bauernhof Bingo“, Gedächtnisspiele, Bildmaterial wie „Urlaub auf dem Bauernhof“ „Bauernhof heute und früher“ und dem Dekorationsmaterial wie einer Sense, viel Obst und Gemüse, Einweckgläser, Buttermaschine, Schafswolle, Federn u.v.m. gab es viel Gesprächsstoff und Austausch.

Es stellte sich heraus, dass viele Bewohner*innen in der Landwirtschaft aufgewachsen sind. Zudem haben viele selber für den täglichen Bedarf Gemüse gepflanzt und geerntet und/oder Kleinvieh gehalten. Die meisten haben eingekocht und auch die Tiermaterialien weiterverwertet z.B.: Wolle gesponnen oder Federn für Bettwäsche genutzt.

Der Höhepunkt der Woche war der gemeinsame Ausflug zum Thomashof in Burscheid. Dort wurde erst einmal gemeinsam Kaffee getrunken und dann ging es daran mit Rollstuhl und Rollator das Gelände zu erkunden. Schnell wurde der Kuhstall erobert, der Hofladen besichtigt und auch die Kaninchen, Schafe und Ziegen besucht. Zwei Ziegen, liefen frei auf dem Gelände, ließen sich streicheln und füttern. Wenn Engel reisen gibt es gutes Wetter und so saßen wir bis zur Abfahrt draußen und genossen die atemberaubende Landschaft des Bergischen Landes.

Die Woche endete am Freitag mit einem deftigen „Bauernmittagsessen“. Am Vortag wurde Kartoffelsalat selbst zubereitet, dazu gab es Bockwürste oder alternativ Weißwurst und Brezel. Die Dekoration der Bauernwoche passte noch hervorragend in die Erntedankzeit. Und aus dem „Dekorationsgemüse“ wurde noch für alle ein leckerer Gemüseeintopf gekocht. Viele fleißige Hände haben geholfen das Gemüse zu verarbeiten. Den Herbst haben wir dann gemäß der Bauernregel: „Hast du Gemüse und Wurst genug, ist das für den Herbst sehr klug“ genau richtig eingeläutet.
Nicole Odenhoven

Fachtagung pflegen: Demenz in Solingen – Anmeldefrist verlängert

Sehr geehrte Damen und Herren,

für die Fachtagung „Neugierig bleiben! Wissen und Impulse für die Praxis in der Pflege von Demenzerkrankten“ gibt es noch wenige Plätze. Sichern Sie sich jetzt Ihre Teilnahme bis zum 31. Oktober!

Die Tagung findet am 24. November in den Räumen der Diakonie Bethanien in Solingen statt.

Informationen und Anmeldung online unter www.pflegen-demenz.de/tagung oder über das Bildungszentrum Bethanien.

Haus Eiche: Rosen und Lavendel

In unserer Wohngruppe Himmelszelt hatten wir kurzerhand entschieden, die Monate August und September zu Rosen- und Lavendelmonaten zu machen. Viele Aktionen haben wir in dieser Zeit unter das Motto „Rose und Lavendel“ gestellt.

Unter anderem wurden verschiedene Rosen- und Lavendelmotive nach farblichen Vorlieben bemalt und danach ausgeschnitten. Einige Bewohnerinnen haben dabei ihre persönliche Rose gestaltet. Selbstverständlich bekamen unsere „Neuzüchtungen“ auch Namen. Die Damen haben den Rosen ihren eigenen Vornamen gegeben.

Das Ergebnis konnte eine ganze Weile in unserer Vitrine vor Haus Eiche bewundert werden.

Verena Enzenauer,
Mitarbeiterin soziale Betreuung Haus Eiche

Haus Buche: Ein Einzug mit Haustier

Herr Dieter Wendler (71) bewohnt seit Februar 2016 ein Zimmer in Haus Buche im Wohnbereich 1. Er ist mit seiner Hündin „Nicki“ eingezogen, 3x täglich kommt eine seiner Töchter ins Haus und geht mit Hündin Nicki spazieren. Ohne seine Hündin wäre ein Einzug ins Seniorenheim für Herrn Wendler nicht infrage gekommen. „Nicki ist für mich wie ein Kind, sie ist mein Lebensinhalt“. sagt er.


Herr Wendler hat eine große Familie und seine Kinder und Enkelkinder kommen ihn regelmäßig besuchen. Darüber ist er sehr froh. Er fühlt sich hier in Haus Buche sehr gut aufgehoben und gut betreut. Herrchen und Hündin haben sich hier sehr schnell eingelebt.
Herr Wendler geht gerne mit seiner Hündin Nicki im Park spazieren, sieht gerne fern und besucht die Beschäftigungsangebote im Haus.

Für die Zukunft wünscht sich Herr Wendler, dass der Kontakt zu seinen Kindern so bleibt wie er jetzt ist und dass seine Hündin „Nicki“ sein Leben noch lange begleitet.

Susanne Gehrmann, Soziale Betreuung

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